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Veröffentlicht
13. März 2026
Lesezeit
8 Min. Lesezeit
Autor
Daniel Teuschl
RATGEBER FÜR UNTERNEHMEN

Stellenanzeige für Setter und Closer schreiben:
Vorlage, Checkliste und die häufigsten Fehler

Wie du eine Stellenanzeige für provisionsbasierte Sales-Freelancer schreibst, die wirklich Top-Kandidaten anzieht – mit Vorlagen für Setter, Closer und SDR sowie einer Checkliste für den DACH-Markt 2026.

Setter
10–20 Bewerbungen/Woche
Closer
5–15 Bewerbungen/Woche
SDR
15–30 Bewerbungen/Woche
Vorlagen
3 fertige Templates
01

Warum die meisten Stellenanzeigen für Setter und Closer scheitern

Du willst einen Setter oder Closer auf Provisionsbasis einstellen – und postest eine Stellenanzeige. Drei Wochen später: kaum Bewerbungen, oder viele unqualifizierte. Das liegt fast nie am Produkt oder der Provision. Es liegt an der Anzeige.

Top-Setter und Top-Closer haben eine Gemeinsamkeit: Sie haben die Wahl. Auf spezialisierten Plattformen sehen sie täglich 20–50 neue Anzeigen. Sie bewerben sich nicht auf jede – sie bewerben sich auf die, die sofort klar macht was sie bekommen und was erwartet wird.

Eine Stellenanzeige ist kein Formular – sie ist ein Verkaufsgespräch. Du verkaufst die Stelle. Wer das nicht versteht, bekommt die Reste.

Die häufigsten Fehler die wir sehen

  • Vage Vergütungsangaben: „attraktive Provision“ ohne konkrete Zahlen
  • Kein klares Lead-Angebot: Weder klar ob kalt oder warm, noch wie viele Leads pro Tag
  • Unklare Rollenabgrenzung: SDR, Setter und Closer werden verwechselt oder vermischt
  • Falscher Ton: Zu corporate oder zu Bro-Sales – beides schreckt gute Leute ab
  • Fehlende Struktur: Kandidaten müssen suchen was sie verdienen können
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Die 7 Elemente einer erfolgreichen Stellenanzeige

1. Titel: Rolle + wichtigster Anreiz

Der Titel entscheidet ob jemand klickt. Er muss die Rolle klar benennen und den stärksten Anreiz sofort kommunizieren. Warme Leads sind ein massiver Differenziator – wenn du sie hast, gehören sie in den Titel.

RolleSchlechter TitelGuter Titel
SetterSetter gesuchtSetter (m/w/d) – warme Leads | 150€/Termin | Aufstieg zum Closer
CloserCloser für unser TeamCloser (m/w/d) – 4–5 qualif. Termine/Tag | bis 15.000€/Monat
SDRSales Development Rep gesuchtSDR/Opener (m/w/d) – 100€/Termin + Aufstieg | kalte ICP-Leads
Full-CycleVertriebler gesuchtFull-Cycle Closer (m/w/d) – 1.500€ Fixum + 3.000€/Abschluss

2. Unternehmensvorstellung: kurz, konkret, glaubwürdig

Zwei bis drei Sätze – nicht mehr. Was macht dein Unternehmen, wen belieferst du und warum ist das relevant für einen Vertriebler? Vermeide: „Wir sind ein führendes Unternehmen im Bereich XY.“ Das schreibt jeder. Besser: Was verkauft der Freelancer konkret, an wen, und warum kaufen die Leute das?

3. Vergütung: immer mit konkreten Zahlen

Das ist der wichtigste Teil. Vage Angaben wie „attraktive Provision“ sind wertlos – sie signalisieren dass du selbst nicht weißt was du zahlen willst. Konkrete Zahlen erhöhen die Bewerbungsrate massiv.

  • Setter: Fixbetrag pro qualifiziertem Termin (mindestens 90–100€) – oder Fixum + Bonus
  • Closer: %-Provision auf Abschlusswert (10–25%) – mit Beispielrechnung was das bei euren Deals bedeutet
  • SDR: Fixum (1.500–3.000€) + Bonus pro qualifiziertem Termin
  • Full-Cycle: Fixum + %-Provision – beide Bestandteile explizit nennen

4. Lead-Angebot: das entscheidende Differenzierungsmerkmal

Top-Freelancer fragen als erstes: „Wie viele Leads bekomme ich, und wie warm sind sie?“ Wenn du das nicht klar beantwortest, verlierst du sie sofort.

  • Wie viele Leads pro Tag oder Woche stehen zur Verfügung?
  • Kalt (Outbound, Kaltakquise) oder warm (Inbound, Ads, Webinar)?
  • Woher kommen die Leads und wie qualifiziert sind sie?
  • Gibt es ein funktionierendes CRM und ein Skript?

Warme Leads sind dein stärkstes Argument. Wenn du sie hast, kommuniziere das prominent – im Titel, in der ersten Zeile. Es ist der häufigste Grund warum gute Setter eine Stelle wählen.

5. Aufgaben: konkret, nicht generisch

Was macht die Person täglich? Ein guter Freelancer will wissen ob er Kaltakquise macht, ob er qualifiziert oder Abschlüsse führt.

  • Setter: Erstgespräche führen, Leads qualifizieren nach BANT, Termine für Closer terminieren, CRM pflegen
  • Closer: Abschlussgespräche mit vorqualifizierten Leads, Einwände behandeln, Deals abschließen
  • SDR: Kaltakquise per Telefon/LinkedIn/Email, Leads identifizieren und qualifizieren

6. Anforderungen: realistisch und einladend

Überforderst du mit Anforderungen, bewirbst du dich bei den falschen Leuten. Branchenerfahrung „wünschenswert aber nicht notwendig“ ist ehrlicher als „erforderlich“ und hält den Bewerberpool größer.

7. Aufstiegsmöglichkeiten: konkret, nicht versprochen

Aufstiegsmöglichkeiten sind für viele Freelancer wichtiger als die Provision – aber nur wenn sie glaubwürdig sind. „Aufstieg zum Head of Sales möglich“ ohne weitere Details wirkt hohl. Besser: „Wer nach 3 Monaten konstant über X Termine pro Woche liefert, wird für die Closer-Rolle evaluiert.“ Das ist ein echtes Versprechen mit messbarer Bedingung.

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Stellenanzeigen-Vorlagen für den DACH-Raum 2026

Die folgenden Vorlagen sind Ausgangspunkte. Passe sie an dein Unternehmen, dein Produkt und deine Vergütungsstruktur an – kopiere sie nicht 1:1.

Vorlage 1: Setter (warme Leads)

VORLAGE

Setter (m/w/d) für warme Leads – [X]€/Termin + Aufstieg zum Closer Was du bekommst: [X]€ pro qualifiziertem Termin der beim Closer stattfindet • [X–Y] warme Leads täglich (Inbound aus Ads/Webinaren) • Bewährtes Skript + Einwandbehandlung • Aufstieg zum Closer bei konstant guter Performance Deine Aufgaben: Erstgespräche mit warmen Leads führen • Leads qualifizieren nach Bedarf, Budget und Dringlichkeit • Termine mit vollständigem Briefing an Closer übergeben • CRM sauber pflegen

Vorlage 2: Closer (warme, vorqualifizierte Leads)

VORLAGE

Closer (m/w/d) – [X] qualifizierte Termine täglich | [X–Y]% Provision Was du bekommst: [X]% Provision auf jeden Abschluss (Ticket: [X–Y]€) • [X–Y] vollständig qualifizierte Termine täglich – kein Kaltakquise • Vollständiges Briefing vom Setter vor jedem Gespräch Deine Aufgaben: Abschlussgespräche mit vorqualifizierten Leads führen • Einwände zu Preis, Timing und Vertrauen professionell behandeln • Deals abschließen oder sauber zurückqualifizieren

Vorlage 3: SDR/Opener (kalte Leads, Outbound)

VORLAGE

SDR/Opener (m/w/d) – [X]€/Termin + [X]€ Fixum | kalte ICP-Leads Was du bekommst: [X]€ Fixum/Monat + [X]€ pro gesetztem, stattgefundenem Termin • Qualifizierte Leads-Liste (ICP: [Zielgruppe beschreiben]) • Bewährtes Outreach-Skript und E-Mail-Templates • CRM + eigene Nummer Deine Aufgaben: Kaltakquise per Telefon, LinkedIn und E-Mail • Leads nach BANT qualifizieren • Termine für Setter oder Closer legen und sauber übergeben

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Checkliste: Ist deine Stellenanzeige ready?

Bevor du postest – geh diese Liste durch. Jeder offene Punkt kostet dich Bewerbungen.

  • Titel enthält Rolle + konkreten Anreiz (Provision oder Lead-Qualität)
  • Vergütung mit konkreten Zahlen (kein „attraktiv“ oder „ungedeckelt“ ohne Beispiel)
  • Lead-Angebot klar: kalt oder warm, wie viele pro Tag, woher
  • Rolle klar abgegrenzt: SDR ≠ Setter ≠ Closer
  • Aufgaben konkret und tätigkeitsbezogen – nicht generisch
  • Anforderungen realistisch – kein Wunschzettel
  • Aufstiegsmöglichkeit mit konkreter Bedingung genannt
  • Gewerbeschein-Anforderung früh kommuniziert (falls gefordert)
  • Geschlechtsneutrale Bezeichnung (m/w/d) verwendet
  • Ton konsistent: weder zu corporate noch zu Bro-Sales
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Nach dem Posting: Wie du weißt ob deine Anzeige funktioniert

Du weißt, dass deine Anzeige funktioniert, wenn in der ersten Woche genug qualifizierte Bewerbungen kommen: bei Settern 10 bis 20, bei Closern 5 bis 15, bei SDRs 15 bis 30. Bleiben die Zahlen darunter, justierst du Provision, Lead-Angebot oder postest die Anzeige neu. Eine Stellenanzeige ist kein Set-and-forget: du musst messen und nachsteuern.

Wann ist eine Anzeige erfolgreich?

  • Setter: 10–20 qualifizierte Bewerbungen in der ersten Woche
  • Closer: 5–15 qualifizierte Bewerbungen (Closer sind seltener und selektiver)
  • SDR: 15–30 Bewerbungen in der ersten Woche

Was tun wenn die Zahlen zu niedrig sind?

  • Provision zu niedrig? Erhöhe den Fixbetrag pro Termin oder die %-Provision um 10–20%
  • Zu wenige Leads im Angebot? Kommuniziere Lead-Qualität und -Menge expliziter
  • Anzeige zu alt? Nach 2–3 Wochen neu posten – neue Anzeigen erscheinen ganz oben

Was viele Unternehmen vergessen: Auch wenn du einen Freelancer eingestellt hast, weißt du noch nicht ob er wirklich performt. Ohne strukturiertes Reporting mit Marktvergleich tappst du im Dunkeln.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Mindestens 90–100€ pro qualifiziertem, stattgefundenem Termin. Darunter sind qualifizierte Setter kaum zu gewinnen. Bei warmen Leads ist auch ein Modell mit Fixum (1.500–2.500€) plus Bonus pro Conversion möglich.

Stellenanzeige aufgeben und Top-Freelancer finden

Auf Salearis erreichst du verifizierte Setter, Closer und SDRs im DACH-Raum – mit monatlichem Benchmark-Report der dir zeigt, wie dein Freelancer im Vergleich zum Markt performt.